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Jul 162015
 

Filmvorführung mit anschließender Diskussion:

Die Angst wegschmeißen – Die Bewegung der Logistikarbeiter_innen in Italien
IT/DE 2015, 80 min. Regie: Bruno Schellhagen, OmU

Der Film möchte die Stimmung und den Optimismus der streikenden migrantischen Arbeiter_innen vermitteln, und liefert einen aktuellen Anlass, über Organisierungsfragen zu diskutieren. Rene und Bärbel vom labournet-tv aus Berlin werden den Film vorstellen und anschließend mit uns diskutieren.

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse.

Unternehmen, Politik und bürgerliche Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand. Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert.

Der Film zeigt Aktivist_innen der Bewegung, und erzählt, wie sie in der Basisgewerkschaft SI Cobas ein gemeinsames Werkzeug in ihrem Kampf gegen ihre erpresserischen Chefs gefunden haben. Das Dokument eines entschlossenen, überraschenden und vor allem überraschend erfolgreichen Widerstandes.

Produktion, Schnitt und Regie: Bruno Schellhagen / Beratung: Rosa / Kamera: Milica Đenić / Ton: Rosa und Christoph Plutte / Mischung: Jörg Hartmann / Grafik: Pierre Ça ira! / Dank an: Karim, Hicham, Nabil, Chiara, Laura (ClashCityWorkers), Anna (Commonware)

https://www.facebook.com/events/1614738918805118/

6.000 Ikea-MitarbeiterInnen in Italien im Streik

 Posted by on 7. Juli 2015 at 15:56
Jul 072015
 

6.000 Ikea-MitarbeiterInnen an 21 Standorten befinden sich in Italien im Streik. Die Arbeitskampfmaßnahme richtet sich gegen neue Arbeitsverträge, die von den MitarbeiterInnen als „unannehmbar“ bezeichnet werden. Der schwedische Möbelgigant will Einsparungen auf Kosten seiner MitarbeiterInnen durchführen und weniger für Arbeit an Sonn- und an Feiertagen zahlen sowie ein neues Schichtensystem einführen.

Schon seit 2012 war es im zentralen Warenlager von Ikea in Piacenza immer wieder zu Streiks gekommen. Die Mehrzahl der ArbeiterInnen im Logistikbereich von Ikea sind MigrantInnen, die sich in der Vergangenheit trotz ihrer prekären Lage und massiven Drucks seitens des Arbeitgebers nicht einschüchtern ließen. Der Kampf der LogistikarbeiterInnen bei Ikea wurde dabei von Basisgewerkschaften und sozialen Bewegungen unterstützt.

Näheres zum aktuellen Arbeitskampf auch auf der Website der www.clashcityworkers.org.